Der Weg des Krieges
 
 
 
Grathe Hede - Schlachtfeld von 1157. Hier kämpften die Könige Sven Grathe und Waldemar der Große gegeneinander. Der Gedenkstein wurde an der Stelle errichtet, an der König Sven angeblich erschlagen wurde.
 
  Der Weg besaß immer auch eine miltiärische Funktion. Daran erinnert die dänische Bezeichnung "Hærvej" ("Heerweg"), die sich dort vor allem durch das 1930 erschienene gleichnamige Buch von Hugo Matthiesen durchsetzte. Bekanntlich dienten die Wallanlagen des vom 7. bis zum 13. Jahrhundert genutzten  Danewerks dazu, das dänische Reich an der Schleswiger Landenge gegen Einfälle von Süden über den Heerweg zu schützen. Während des  Dreißigjährigen Krieges, unter dem Schleswig und Holstein 1627 bis 1629 durch den  Kaiserlicher Krieg und 1643/44 im  Schwedisch-Dänischen Krieg zu leiden hatten, sowie 1657-60 während des  Dänisch-Schwedischen Krieges zogen kaiserliche, schwedische, brandenburgische und polnische Armeen sowie dänische auf dem Heerweg in Richtung Norden und zurück in den Süden. Dabei galt der Grundsatz: "Der Krieg ernährt den Krieg". Die drei Kriege des 17. Jahrhunderts brachten so nicht nur den Ochsenhandel zum Erliegen, sondern ruinierten Teile Schleswig und Holstein auch wirtschaftlich und führten zu erheblichen Verlusten in der  Bevölkerung, die in einigen Gebieten erst im 18. Jahrhundert wieder ausgeglichen waren. SpurensucheVom Ochsenweg selber sind nur wenige alte Teile erhalten, etwa in Lürschau und am Kropper Busch. Auf Überreste des Weges, zum Beispiel Furten oder Gasthöfe, stößt man etwas häufiger. Auch gibt es vorgeschichtliche Grabhügel, die vermuten lassen, daß sie in der Nähe des Weges angelegt worden sind. Gleichwohl lohnt es, sich mit der Geschichte des Ochsenweges zu beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um den Weg und wie er genutzt wurde, seine Geschichte hat immer auch vielfältige wirtschafts- und kulturgeschichtliche Aspekte und steht in enger Wechselwirkung mit der Landesgeschichte.
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