>>Die Schwebefähre - Einmalig auf der ganzen Welt<<
 

Allgemeine Informationen:

Die Schwebefähre, die eine ungewöhnliche Fähre ist, da sie an Stahlseilen hängt und quasi zwischen den zwei Orten Osterrönfeld und Rendsburg hin und her ''schwebt''. Die Fähre befördert seit 1913 fast täglich Menschen, Tiere und Fahrzeuge über den Nord-Ostsee-Kanal, der einst von dem deutschen Kaiser Wilhelm II. erbaut worden war und ist fast einmalig in der Welt in ihrer Art. Eine andere Art relativ bekannte Schwebefähre fährt derzeit noch in Osten, ansonsten sind diese Beförderungsmittel weltweit sehr selten geworden. Sie fährt von morgens ungefähr 6.00 Uhr bis abends ungefähr 23.00 Uhr. Diese Fährzeiten ändern sich gemäß den Jahreszeiten zwei Mal im Jahr um 1 Stunde.

Die Fähre wird geführt von einem Fahrzeugführer, der in der Kanzel im oberen Bereich der Fähre sein Quartier hat. Diese Person bewegt die Fähre über den Kanal und bedient die Schranken. Diese mussten bis Mitte der 90er Jahre sogar noch mit Muskelkraft gekurbelt werden. Heutzutage sind sie elektrisch. Die zweite Person ist der Mensch, der die Schranken und die Türen entriegelt und die Schranken, die die Autos davon abhält zu weit zu fahren, bedient. Er ist auch dafür verantwortlich, dass Ruhe auf der Fähre herrscht. Trotz der Tatsache, dass sie ''nur an einer Brücke hängt'', müssen beide Besatzungsmitglieder Kapitänspatente und andere Scheine haben. Die Fähre braucht für die ca. 130 Meter lange Fahrstrecke ungefähr 1 1/2 Minuten. Die Fähre ist 14 Meter lang und 6 Meter breit und sie hängt an 4 Tragseilen und an zusätzlich 8 Versteifungsseilen, um der Fähre mehr Stabilität zu verleihen. Und diese Stahlseile verbinden die Schwebefähre mit dem Wagen, welcher elektrisch läuft und die Fähre auf bis zu 6 Km/h beschleunigt. Dieser Wagen ist ein Schienenfahrzeug, der an der altehrwürdigen Rendsburger Hochbrücke fährt.

 

Ties-Christian Petersen, 29.12.2002