Transnational Learning Network
Ein Schulentwicklungsprojekt
im Comenius-Förderprogramm


Abschluss-Konferenz - Final Conference
Rendsburg, 2nd - 6th May 2004


Global denken und lokal handeln
FHW schließt Kooperationsvertrag mit Rendsburger Schule

Die Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide unterhält oder plant weltweite Kontakte zu Partnerhochschulen. Trotzdem verlieren die Verantwortlichen die lokale Ebene nicht aus den Augen.

Gestern haben FHW-Rektor Professor Dr. Hanno Kirsch und Andreas Borrmann als Vertreter der Rendsburger Herderschule im Senatssitzungssaal der FHW eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

"Unser Ziel ist es, Studierende von morgen für die Studienangebote der FHW zu sensibilisieren", erläuterte Professor Kirsch die Motivation der Heider Fachhochschule. Durch Gespräche, Treffen und einen intensiven Informationsfluss soll die, so Borrmann, "wichtige Verflechtung zwischen Hochschule und Schule" vorangerieben werden.

Die Rendsburger Herdeschule ist ein Gymnasium mit rund 800 Schülern. Seit mehreren Jahren beteiligt sie sich aktiv am Comenius-Projekt der Europäischen Union. Dieses Förderprogramm unterstützt Kooperationsprojekte von Schulen in Europa. Die Herderschule hat Partnerschulen in Finnland England, Rumänien, Frankreich und Polen. Für Professor Dr. Hanno Kirsch eine attraktive Ausgangssituation. „Hier schließt sich der Kreis“, so der FHW-Rektor.

Der Grund: Das Comenius-Projekt beinhaltet als einen Kernpunkt den Schüleraustausch. Wenn zukünftig ausländische Jugendliche in Rendsburg zu Gast sind, werden sie auf jeden Fall der FHW einen Informationsbesuch abstatten und sich dabei anschauen, wie die Ausbildung in Deutschland nach der Schule fortgesetzt werden kann. Und sicher werden sich einige der Gäste für ein späteres Studium an der FHW entschließen. „Die neue Kooperation ist eine Vernetzung mit internationaler Stoßrichtung“, freute sich Professor Kirsch.

Die FHW sieht der Rektor in diesem Zusammenhang für die Zukunft gut positioniert. So sind alle drei neuen Studiengänge – Internationales Tourismus Management, Management und Technik sowie Wirtschaft und Recht - für die internationalen Bachelor- und Master-Abschlüsse ausgelegt.

Wie FHW-Pressesprecher Michael Engelbrecht betonte, gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit mit allen Dithmarscher Gymnasien.

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Auf gute Zusammenarbeit:
FHW-Rektor Professor Dr. Hanno Kirsch (rechts) und Andreas Borrmann haben den Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Foto: Höfer

Drei fruchtbare Jahre der Begegnung
Herderschule: Abschluss des europäischen-Projekts „Transantional Learning Network“

Rendsburg (org) Der Projektname „Transnational Learning Network“ wirkt auf den ersten Blick erschreckend theoretisch: In den vergangenen drei Jahren aber haben Schüler und Lehrer aus sechs Ländern ganz andere Erfahrungen gemacht. Zwischen der Rendsburger Herderschule und den Schulen in Lancaster (Großbritannien), Tampere (Finnland), Montargis (Frankreich) Biecz (Polen) und Ploiesti (Rumänien) hat sich in dieser Zeit eine fruchtbare und äußerst konkrete Zusammenarbeit entwickelt. Dabei wurden nicht nur die Möglichkeiten des Internets (www.tln.schulnetz.org) intensiv genutzt, es gab auch viele persönliche Begegnungen. „Dieses TLN wird in allen Ländern als Vorzeigeprojekt gehandelt“, erklärte Projektkoordinator Andreas Borrmann von der Herderschule während eines Abschluss-Festaktes im Nordkolleg, an dem Lehrer aus allen beteilig ten Schulen teilnahmen.

Zu den Ergebnissen zählt die Erkenntnis, wie Schulleitungen europäische Projektarbeit lehrplan-gerecht planen und bewerten können. Das Projekt hat den Schülern aber auch die Möglichkeit gegeben, über das Internet oder direkt Kontakt aufzunehmen - und so Bewusstsein für eine europäische Staatsbürgerschaft zu entwickeln.

Vor allem aber haben die Schüler in ihren diversen Arbeitsgruppen kreativ und mit Spaß gearbeitet. „Die Schüler sind sehr leistungsfähig, wenn der Rahmen stimmt“, war Borrmanns Eindruck. Wie zum Beweis dafür wurden auf der Abschlussveranstaltung ein selbst produzierter Film (Die Suche nach Europe-Man), ein Leitfaden für das Lernen in sechs Sprachen, eine „Bedienungsanleitung“ für Besuche in anderen Ländern und viele andere Arbeiten präsentiert.

„Begegnungen über Grenzen hinweg sind wertvolle Erfahrungen Wer aus dem Ausland zurückkommt, hat sich meist positiv verändert“, fasste der Elternbeiratsvorsitzende Frank Frommholz seine Eindrücke zusammen. „Wichtig ist Offenheit. Und dazu hat dieses Projekt beigetragen.“


Comenius-Projekt

Am 03.05.04 fand im Rahmen des Comenius-Projektes eine Versammlung einiger an diesem Projekt teilnehmenden Schulen bei uns an der FHW statt.

Ein Teilnehmer dieses europäischen Projektes ist die Herderschule in Rendsburg. Weitere Partner sind die Royal Grammar School in Lancaster sowie weitere Gymnasien in Tampere (Finnland), Montargis (Frankreich), Biecz (Polen) und Ploiesti (Rumänien).

Das Förderprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, durch Initiativen und Veranstaltungen die Zusammenarbeit europäischer Schulen zu fördern und somit ein Netz zu knüpfen, in dem sich die teilnehmenden Schulen untereinander austauschen können. Hilfreich kann dies u.a. bei Schüleraustauschen und Auslandsaufenthalten sein.

Das jetzt stattgefundene Treffen war Abschluss einer insgesamt 3jährigen Projektphase, in der die Schulen an einer gemeinsamen Initiative arbeiteten. Doch dieser Abschluss bedeutet kein Ende der Partnerschaft zwischen den Teilnehmern, denn eine neue Phase steht kurz vor dem Beginn.

Doch nicht nur das Ende einer Arbeitsperiode war Anlass zu diesem Treffen. Im Vordergrund stand die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der FH Westküste und der Herderschule in Rendsburg durch Herrn Professor Dr. Kirsch von der FHW und Herrn Borrmann von der Herderschule. Durch diesen Vertrag ist die FH nun mit in das Comenius-Projekt eingegliedert.

Man verspricht sich durch diese Partnerschaft einen höheren Bekanntheitsgrad der FHW im Ausland, wodurch ausländische Studenten und Schüler, die ein Semester oder aber auch ein Studium im Ausland planen, auf die FH aufmerksam gemacht werden sollen.

Nach Unterzeichnung des Vertrages wurde die Idee angesprochen, dass die Partnerschulen, die Teil des Projektes sind, sich ebenfalls nach Fachhochschulen oder Universitäten in ihrer Region umsehen sollten, die dann auch Mitglied in dem internationalen Projekt werden können.

Für die Zukunft wünscht man sich die Entstehung eines internationalen Hochschulnetzes, das eng mit dem bestehenden Netzwerk zusammenarbeitet und den Informationsaustausch zwischen europäischen Hochschulen erleichtert.

Wir werden euch in den nächsten Ausgaben weiterhin über dieses Thema und den Stand der Dinge informieren.


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