Transnational Learning Network
Ein Schulentwicklungsprojekt
im Comenius-Förderprogramm


 

Lebensanschauung Jugendlicher - Philosophies of life 

Interview

Der folgende Textabschnitt beinhaltet ein Interview mit Frau Engelbrecht über ihr Projekt „Die Philosophie des Lebens“. Sie erklärt, worum es sich handelt und warum Sie es sich für dieses Thema entschieden hat.

Frage: Wie hat alles angefangen?
Frau Engelbrecht: Ich habe das erste Mal von diesem Fragebogen gehört, als ich vor fünf Jahren auf Gotland in Schweden unterrichtet habe. Dort lernte ich schwedische Philosophie-Lehrer kennen, die diese Fragen kannten. Der Fragekatalog wurde ursprünglich von zwei schwedischen Philosophie-Professoren, Carl Reinhold Bråkenhielm und Anders Jeffner, ausgearbeitet, die eine Studie über die Lebensanschauung der Schweden durchführten. 


Frage: Wie lange führen Sie dieses Projekt schon an der Herderschule durch?
Frau Engelbrecht: Im Oktober 2002 habe ich von der Comenius Woche gehört. Zu der Zeit wurden noch Lehrer gesucht, die Projekt leiten wollen; also habe ich dieses Projekt angeboten und es wurde akzeptiert.

Frage: Wie oft haben Sie dieses Projekt schon durchgeführt?
Frau Engelbrecht: Ich habe es schon ein Mal in Schweden, zwei Mal an anderen Schulen in Deutschland und jetzt einmal an der Herderschule durchgeführt.

Frage: Warum führen Sie die Umfrage immer wieder durch?
Frau Engelbrecht: Also als erstes, weil ich Philosophie-Lehrerin bin. Außerdem interessiert mich die Lebensanschauung von Jugendlichen und ich finde es spannend über einige der Fragen zu diskutieren. Ich verstehe diese Fragen als Hilfestellung, um
Menschen, die sich noch nie konkret mit ihrer Lebensanschauung beschäftigt haben, die Chance zu geben eigene Vorstellungen zu entwickeln. Die Ergebnisse sind zum einen die Präsentation von Gedanken anderer Menschen und zum anderen sollen sie
zum eigenen Nachdenken anregen.

Frage: Worum geht es in dem Fragebogen?
Frau Engelbrecht: Der Fragebogen umfasst 20 Fragen über das eigene Verhältnis zu Gott oder einem anderen metaphysischen Wesen, die Sichtweise auf seine Mitmenschen, die eigenen Zukunftsvorstellungen und ethischen Fragen. Er regt
zum Nachdenken, ob die einzelnen Punkte unserer Lebensanschauung zusammen passen.

Vielen Dank für das Interview.